Der Kindergarten ist nicht alleine!
Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen Kindergarten und Schule
Der Blick auf eine durchgängige Bildungsbiografie des Kindes weist dem partnerschaftlichen Zusammenwirken der pädagogischen Fachkräfte von Kindergarten und Schulen vor allem im letzten Kindergartenjahr eine hohe Bedeutung zu.
Kooperation Kindergarten-Schule
Der Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Schule liegt ein regelmäßig zu aktualisierender verbindlicher Kooperationsplan zu Grunde, der von den Erzieherinnen und den Kooperationslehrkräften erstellt wird und die gemeinsame Arbeit festlegt. Die Wahrnehmung und Beobachtung des einzelnen Kindes, eine am individuellen Bedarf orientierte Entwicklungsförderung und die koordinierte Zusammenarbeit mit den Eltern sind dabei von besonderer Bedeutung.
Der vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg herausgegebene, die Verwaltungsvorschrift zur Kooperation Kindergarten Grundschule begleitende „Kooperationsordner“ enthält eine Fülle von Anregungen.
Übergang in die Grundschule: Pädagogische Begleitung
Übergangssituationen erfordern immer die besondere Aufmerksamkeit aller Verantwortlichen. Im Sinne einer bruchlosen Bildungsbiografie des Kindes ist die rechtzeitig beginnende partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Elternhaus, Kindergarten, Schule und weiteren Unterstützungssystemen notwendig.
Der bestmögliche Einschulungszeitpunkt des Kindes bestimmt sich durch die individuelle Entwicklung des Kindes, die Fördermöglichkeiten des jeweiligen Kindergartens und die Gestaltung der Eingangstufe in der Schule. In Absprache mit den Eltern können die Lehrkräfte der Schule auch nach der Einschulung von beratenden Gesprächen mit den das Kind weitergebenden Erzieherinnen profitieren.
Zur Gestaltung des Übergangs für die Kinder mit gegenseitigen Besuchen und anderen pädagogischen Konzepten enthält der „Kooperationsordner“ wertvolle Hinweise.
Zusammenarbeit mit anderen Unterstützungssystemen
In Absprache mit den Erziehungsberechtigten arbeitet der Kindergarten vertrauensvoll mit allen Fachkräften zusammen, die sich um eine gelingende Entwicklung des Kindes kümmern. Ergänzend zu den im „Kooperationsordner“ genannten Institutionen wird hier auf die Zusammenarbeit mit den Kinderärzten, den Gesundheitsämtern und der allgemeinen Jugendhilfe verwiesen. Beobachtet die Erzieherin Auffälligkeiten z.B. in der Entwicklung der Sprachfähigkeit, der Motorik oder in anderen Bereichen, weist sie die Eltern umgehend darauf hin und unterstützt sie beim Zusammenwirken mit geeigneten Beratungsstellen und Fördereinrichtungen. Bei Bedarf trägt sie in enger Absprache mit den Fachleuten aktiv zur Durchführung von Fördermaßnahmen bei.
Vielgestaltige Kooperationspartner wie die örtlichen Vereine, Musikschulen und die Kirchengemeinden bereichern und erweitern die Angebote für die Kinder und stellen eine wesentliche Ergänzung der gemeinsamen wie der individuellen Förderung dar.
Für die eigene Qualifizierung stehen Fachschulen als regionale Kompetenzzentren, Hochschulen, wissenschaftliche Institute und eine Vielzahl von Fachleuten zur Verfügung.
Materialien zur Kooperation zwischen Tageseinrichtungen für Kinder und Grundschulen finden Sie im
rechten Contentblock: MATERIAL KOOPERATION.

